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27 Experten erklären die Online Marketing Trends 2016

Geschrieben unter Allgemein, News / Geschrieben von: Mario Jung
08
Feb

Nachdem der Begriff Content Marketing die Trends des letzten Jahres bestimmt hat wie kein anderes Thema, wollen wir uns mal anschauen, welche Hype-Themen für das Jahr 2016 allgegenwärtig sind.
Content Marketing wird auch 2016 ein breitdiskutiertes Thema sein, aber auch Themen wie Alternative Suchsysteme, Virtual Reality, Snapchat und Instagram sind scheinbar wichtige Themen, mit denen sich jeder Online Marketing Interessierte in diesem Jahr befassen sollte.

Da wir natürlich auch immer auf der Suche nach guten Themen für unseren Online Marketing Tag am 02.09.2016 sind, haben uns zahlreiche Online Marketing Experten mitgeteilt, welche Online Marketing Trends im Jahr 2016 in ihren Augen besonders wichtig werden.

Lest Euch die Expertenmeinungen alle durch, sicherlich hat der eine oder andere noch nicht alles auf dem Radar.

Online Marketing Trends 2016


Nico Zorn – Partner bei bei der Unternehmensberatung Saphiron Digital Strategy Consultants und Herausgebeder des Email Marketing Blog:
Nico Zorn“2016 werden viele Unternehmen den Fokus auf das Themenfeld Customer Relationship Management legen. Maßgeblicher Treiber für die Entwicklung ist die sinkende organische Reichweite auf Facebook und Google: Viele Unternehmen erkennen, dass es fast schon fahrlässig ist, seine Marketingstrategie singulär auf Reichweite aufzubauen, die mit dem nächsten Algorithmus-Update über Nacht verschwinden kann.

Es geht also – endlich! – weniger um „möglichst viele Likes“, sondern mehr um die Überführung der teuer aufgebauten Reichweite in das eigene CRM-System – Facebook Lead Ads stellen dabei beispielsweise eine interessante Option dar. Entscheidend sind aber nicht einzelne Tools, Gimmicks und Trends, sondern eine übergreifende Strategie und eine daraus abgeleitete sinnvolle Priorisierung: Noch immer vergraulen zu viele Unternehmen potenzielle Kunden mit langen Ladezeiten, nervigen Bestellprozessen und einem unterirdischen Kundenservice. In solchen Fällen verbietet es sich eigentlich von selbst, über Snapchat, Instagram oder gar Virtual Reality zu diskutieren.”


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Mirko Lange, Gründer und Geschäftsführer von Scompler:
Mikro Lange zu den Online Marketing Trends„Die Online-Marketing Welt ist ja inzwischen unglaublich zersplittert. Ich denke aber, dass wir 2016 – aber auch die kommenden Jahre – sehr viel über die strategische Bedeutung von „Content“ diskutieren werden. Das ist das verbindende Element: Für SEO, für E-Mail-Marketing, für Lead-Generation, für die Markenführung, für PR… für alles. Die Grundsätzliche Bedeutung haben die meisten Unternehmen inzwischen verstanden. Jetzt wird es darauf ankommen, „Content“ abteilungs- und kanalübergreifend zu managen. Derzeit wird Content von einem halben Dutzend Stellen intern in Silos produziert. Das ist extrem ineffizient und ineffektiv. Und es wird die Unternehmen einige Mühe kosten, pragmatische Content Strategien zu entwerfen, und die dann konsequent im täglichen Business umzusetzen“.


Ralf Schwöbel – CEO der orga.zone AG:
Ralf Schwöbel - CEO der orga.zone AG“Die Verlagerung der Web-Nutzung auf Smartphones und Tablets hat seinen Höhepunkt erreicht. Publisher haben unter dem Buzz-Word “Content Marketing” ihre Inhalte in kleine Häppchen zerteilt und verteilen diese Brotkrummen auf Facebook, YouTube und anderen Suchsystemen ausserhalb von Google in der Hoffnung, Traffic zu generieren. Wir werden 2016 diese Channels besser bewerten und umfassen müssen. Der Nutzer steht weiter an erster Stelle und wenn er/sie von Smartphone zu Tablet zu SmartTV springt, müssen wir folgen. Dies wird in diesem Jahr das Wichtigste: Konvergenz der Technik und Kanäle für maximale Kundenbindung und –zufriendenheit. Das betrifft sowohl die Tools im Backbone (Ads & Retargeting) wie auch die Frontend-Techniken (Apps & Dienste).”


Daniel Engelbarts von Spardetektiv.net:
Daniel Engelbarts von spardetektiv.net“Für mich als Spardetektiv wird vor allem das Thema „Relevanz“ ein absolut wichtiges Thema in 2016 sein.
Mehr und mehr Partner „überschwemmen“ den Markt mit irgendwelchen Angeboten, die nicht wirklich relevant für die Nutzer sind. Entscheidend wird hier sein, wer wirklich in einer vernünftigen Art & Weise Kundendaten und Nutzersignale auswerten kann und somit einen Mehrwert für den Nutzer schafft. Dies wird allein auf dem Desktop zudem in Zukunft auch nicht mehr realisierbar sein, da man deviceübergreifend tracken und analysieren muss, wobei Nutzer mit dem Smartphone unterwegs andere Präferenzen haben, als z.B. zu Hause auf dem Sofa mit dem Tablett oder im Büro am Rechner. Viele sprechen in der Branche von Big Data, doch nur wenige haben bis dato wirklich verstanden, worauf es ankommt – einzig und allein auf den Nutzer – denn der will Relevanz!”


Felix Beilharz – Online Marketing Experte:
Felix Beilharz nennt seine Online Marketing Trends 2016“Messenger-Dienste im Marketing werden auf jeden Fall ein wichtiges Thema sein. Die allerwenigsten Unternehmen haben bisher einen Plan in der Tasche, ob und wie sie mit WhatsApp oder Snapchat umgehen sollen. Es ist auch noch nicht wirklich absehbar, wie gut die Nutzer auf zunehmende Marketing-Aktivitäten in diesen doch sehr privaten Kanälen reagieren.

Das Thema Livestreaming dürfte ebenfalls deutlich an Fahrt aufnehmen. Mit Facebook Mentions ist endlich ein starker Periscope-Konkurrent am Markt. Damit teilt sich der mobile Live-Streaming´-Markt aktuell zwischen Twitter (Periscope) und Facebook (Mentions) auf. Vieles deutet darauf hin, dass hier großes Potenzial für die nächsten 2-3 Jahre liegt.”


Markus Kellermann – CEO der xpose360 GmbH:
Markus Kellermann 150x150“Speziell im Affiliate-Marketing erfreut sich die Branche über weiter steigende Werbespendings. Eine Herausforderung für die nächsten Jahre bleibt die konstante Weiterentwicklung der Customer-Journey. Damit ist allerdings nicht das Multi-Channel-Tracking als Technologie gemeint, sondern das sich weiter verändernde Such- und Nutzungsverhalten der Internet-User. Durch den massiv steigenden Anteil des mobilen Traffics wird zudem das Thema Cross-Device-Tracking immer Wichtiger, ebenso wie die Anwendung von Smart-Data, um dadurch neue Provisionsmodelle zur fairen Vergütung von Affiliates zu definieren.”


Björn TantauOnline Marketing Experte:
bjoern-tantau-februar-2015-1200mal900-4zu3“Eines der Hype-Themen 2016 wird VR sein. „Virtual Reality“ also, denn die mit Spannung erwartet Oculus Rift kommt auf den Markt. Die Brille wird in diesem Jahr einen großen Fußabdruck hinterlassen – noch nicht als funktionierende Cash Cow (wie sich das Facebook für die kommenden Jahre sicher vorstellt), doch aber als Trendsetter, der zeigt, was in Zukunft mit VR in Sachen Online Marketing, Sales und Präsentation möglich sein wird. Für das Online Marketing wird VR auf lange Sicht deutliche Auswirkungen haben, auch wenn ganz sicher die Games-Branche zuerst von Geräten wie der Oculus Rift profitieren wird. An dem simplen Beispiel eines Online Shops für Mode, Möbel oder Autos wird aber deutlich, welchen positiven Impact eine VR-Brille auf das Online Marketing haben kann: Das virtuelle Shopping-Erlebnis, bei dem sich zwar (noch) nichts anfassen, wohl aber so anschauen und entdecken lässt, als wäre man vor Ort im Laden. Für bestimmte Produkte, die bisher beim „2D-Shopping“ via Tablet, Smartphone oder Laptop längt nicht so gut präsentiert werden können, wie es in einem Laden möglich ist, werden Brillen wie die Oculus Rift mit der Zeit eines der wichtigsten Instrumente werden, wenn es um es um den Verkauf online geht.”


Irina Hey ist Head of Marketing & Communications bei OnPage.org und leidenschaftliche Online-Marketing-Expertin:
Irina Hey onpage.org“Im kommenden Jahr wird ein Thema besonders in den Vordergrund rücken: Machine Learning. Maschinelles Lernen ist eine Art künstliche Intelligenz (AI), die versucht, in einer beliebigen Datenmenge Muster und Gesetzmäßigkeiten zu erkennen um daraus mögliche Folgehandlungen des Users abzuleiten. Aufgrund der Möglichkeit mehr Daten zu sammeln, wurde maschinelles Lernen vor allem in den letzten Jahren stark vorangetrieben und wird auch in den kommenden Jahren immer wieder ein Thema sein. Filmvorschläge bei Netflix oder Spracherkennung bei Skype sind erst nur der Anfang. Künstliche Intelligenz ist auch bereits bei Suchmaschinen im Einsatz. Ziele sind hier beispielsweise die Bekämpfung von unrelevantem Spam, um ihren Nutzern ultimativ noch bessere Suchergebnisse und -erlebnisse anzubieten. Laut Hochrechnungen wird man im Jahr 2050 mit Maschinen arbeiten, deren Leistungskraft einem menschlichen Hirn ungefähr gleichkommt. Aber ob nun Mensch oder Maschine – letztendlich steht der Webseitenbesucher im Mittelpunkt. Das gilt bereits heute und wird auch noch eine sehr lange Zeit so bleiben!”


Christian Wenzel – Geschäftsführer der CW Media Alliance GmbH:
Christian Wenzel“Aus meiner Sicht wird alles schneller und zeitgleich holistischer. Kunden möchten 360 Grad informiert sein, es reicht nicht mehr eine schön gestaltete Seiten mit guten Referenzen aufzuweisen. Angefangen von guten Positionierungen in Google – um überhaupt den notwendigen Traffic zu bekommen – über die Integration von Social Media, sowie einem authentisch und auf den Wunschkunden angepasstes Produkt, ist entscheidend.

Grosse Zahlen und sehr gute Qualität reissen keinen mehr vom Hocker. “Nur” technisch und optisch gut aufgesetzte Landingpages (Webseiten) funktionieren nicht mehr so gut, es darf alles oben genannte zusammenpassen.
Um meine Wunschkunden 360 Grad zu durchblicken benötige ich neben den demographischen Daten auch seine

    • Interessen
    • Werte
    • Probleme
    • Wünsche
    • Ängste

sowie auch seine Bewusstseinsebene spielen eine entscheidende Rolle. Ist die Person bspw. von ihrem Entwicklungsschritt her eher individuell orientiert, also stark “Ich-zentriert” oder eher gemeinschaftlich ausgerichtet, also stark “Community-orientiert”?
Das ist der Grund, warum “Big-Data” so für viele so wichtig ist, denn es hat den Anspruch diese 360 Grad Sicht des Wunschkunden abzubilden.

Hervorragende Modelle die viele grossen und erfolgreichen Unternehmen einsetzen, wie beispielsweise das Neuromarketing mit der Limbic Map, das integrale System mit Spiral Dynamics und weitere die neben BigData notwendig sind um den Kunden “zu verstehen”, werden jetzt auch für den Mittelstand und kleine Unternehmen relevant und diese können sie zu ihrem Vorteil nutzen.
Sie helfen den vorher genannten Prozess überhaupt zu verstehen und zu nutzen um auch in Zukunft noch wettbewerbsfähig zu bleiben.”


Nina Baumann – Linkspiel.de:
Nina Baumann Linkspiel“Hier möchte ich gerne einen generellen Grundsatz anführen, den wir in keinem Jahr vergessen dürfen: Stellt den Nutzer zentral!
Bei jeder Strategie sollte der Nutzer bzw. Kunde im Fokus stehen. Wenn dieser Grundgedanke verinnerlicht ist, wird man auf dieser Basis vieles richtig machen. Es geht nicht um Google, SEO, SEA, Linkbuilding und bla… Das sind Mittel, die eingesetzt werden können. Mit dem falschen Fokus, werden diese Mittel nicht, oder nicht langfristig, funktionieren.
Es geht darum was der Nutzer will bzw. welches Bedürfnis er hat.”


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Marcus Seidel – Geschäftsführer von adcell.de:
Marcus Seidel“2016 wird das Jahr, in welchem die Verschiebung von Desktop zu Mobile am deutlichsten sichtbar wird. Um langfristig und nachhaltig erfolgreich zu sein, und das hinweg über alle Disziplinen wie SEO, SEA, Social Media, Display und Co, wird man nicht umhinkommen seine „mobilen Hausaufgaben“ spätestens in diesem Jahr zu machen.”


Mario Jung – Gründer des Online Marketing Tag und Geschäftsführer der Agentur meine-reichweite.de:
Mario Jung Gründer Online Marketing TagDas Thema Content Marketing wird auch in 2016 die Diskussionen in der Branche bestimmen. Dabei ist es auch unrelevant, ob ich meine Webseite auf Google oder alternative Suchsysteme ausrichte.
Grundsätzlich sollte sich jeder in den kommenden Monaten mit alternativen Suchsystemen oder Traffic-Quellen auseinander setzen und sich nicht auf einen Player verlassen. Google Phantom hat wahrscheinlich einigen Experten gezeigt, wie unberechenbar der Dienstleister aus Mountain View ist und wie eklatant eine einseitige Abhängigkeit verlaufen kann.
Alternative Suchmschinen wie youtube, Amazon, ebay, bing usw. können in der Masse Trafficverluste des Marktführenden auffangen, es sollte sich nur frühzeitig damit befasst werden.

Darüber hinaus bin ich sehr gespannt, inwieweit das Thema rund um Virtual Reality weiterlaufen wird. Vielleicht kommt hier 2016 noch etwas zu früh, aber ich bin sehr neugierig inwieweit dieses Thema neue Märkte auch für uns Onliner erschließen lässt.


Ingo Kamps – Head of Performance- & Mobile Marketing bei smartmobil.de:
Ingo Kamps von smartmobil.de präsentiert seine Online Marketing Trends 2016“Die direkte Verlängerung von TV-Kampagnen auf mobile Endgeräte (Second Screen) stellt technisch keine Schwierigkeit mehr da. Dank TV-Tracking-Systemen lassen sich Mobile DSPs exakt in der Sekunde anschieben, wenn der Spot gerade im TV zu sehen ist. Greift der Nutzer also während der Werbepause zum Smartphone – was in der Realität immer häufiger geschieht – wird er per Mobile-Werbemittel erneut mit dem kürzlich im TV beworbenen Produkt konfrontiert. Dadurch wird nicht nur der bestehende Medienbruch zwischen TV und Online-Präsenz aufgehoben, sondern es werden auch neue und wertvolle Daten für Kampagnenoptimierung gesammelt. 2016 wird das Jahr werden, in dem mehr und mehr Advertiser diese Konvergenz zwischen TV- und Mobile Marketing herstellen und so die Conversion Rate ihrer Werbebemühungen signifikant steigern.”


Andre Köbel – Geschäftsführer der endcore Medienagentur:
Andre Köbel“Ein Trend der 2016 richtig durchstarten wird ist meines Erachtens nach “Virtual reality”. Dadurch wird zum einen das Thema Gaming (und dadurch eine junge Zielgruppe die man über Jahre behalten kann) nochmal etwas mehr gepusht aber auch das Medium „Video“ im Allgemeinen erfährt hierdurch einen deutlichen Schub. Videoinhalte, wie wir sie bereits von Facebook kennen. Die 360° Videos sind aktuell in aller Munde und sollten nicht unterschätz werden. Hier lässt sich relativ viel ableiten, wie auch Videoanzeigen, die immer mehr in den Vordergrund rücken. Und auch so erschafft es ein völligst neues Nutzergefühl das es zu verstehen und vermarkten gilt. Ob es sich um einen kurzen Hype handelt, oder wir langfristig fast nur noch mit Brillen unterwegs sind, wird die Zeit zeigen. Ich bin auf jeden Fall gespannt!”


Carlo SiebertAdwords-Freelancer:
Carlo Siebert“In meinen Augen geht der Trend immer Stärker in Richtung Software. Unsere Branche eignet sich hervorragend um viele Dinge an eine Maschine auszulagern. Künstliche Intelligenz und bis dahin clevere Algorithmen werden ein Vorbeikommen an Assitenzsoftware unmöglich machen. Dadurch, dass die Software dann immer mehr an Bedeutung gewinnt werden klassische Eigenschaften wie Kreativität wieder an Relevanz gewinnen. Wie kann ich die vorhandenen Kanäle so clever nutzen, dass ich einen Vorteil gegenüber meiner Konkurrenz erlange – wird die zentrale Fragestellung. Aufgaben innerhalb der Kanäle können dann wunderbar von SaaS-Lösungen übernommen werden. Vermehrt wahrscheinlich All-in-One Lösungen.”


Martin Witte, CEO SEO-Profession.de:
Martin Witte seo-profession“Die ganzheitlichen Betrachtung der Marketingkonzepte, losgelöst vom reinen Online-Marketing und hin zum kanalübergreifenden Konzept wird 2016 ein großes Thema sein.
Die Verknüpfung von Online und Offline, die Schaffung von Marken und Wiedererkennungswerten und die Bindung der User in den sozialen Medien an die Unternehmen sind eine der großen Herausforderungen.”


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Sepita Ansari – Geschäftsführer von Catbird Seat GmbH:
Sepita Ansari“Früher bedienten wir die Technik, heute dient die Technik uns. Die zunehmende Verbreitung von Smartphones & Tablets in Verbindung mit den sozialen Netzwerken führen zur Erweiterung digitaler Marketingmaßnahmen. 2015 hat uns außerdem dem semantischen Web näher gebracht. Wir interagieren jetzt mit Maschinen. Facebook M, Apple Siri, Google Now, Microsoft Cortana – künstliche Intelligenzen sind zum virtuellen persönlichen Assistenten avanciert. Wir suchen nicht mehr, wir lassen suchen und das über alle Kanäle – ob online, offline oder mobile. Die zunehmende Kanalvielfalt in einer digitalen Welt erhöht die Komplexität von Marketing-Entscheidungen.

Datenqualität und Daten-Management sind mit Sicherheit ein Thema, um das niemand mehr herumkommen wird. So kann man mit Data Driven Advertising sowohl Bestandskunden (Retargeting), Webseiten-Besucher als auch Prospects (Predictive Behavioral Targing) erreichen und diese individuell behandeln. Voraussetzung jedoch ist die Sammlung, Analyse und das Management von qualitativ hochwertigen Daten aus unterschiedlichsten Quellen.

Daten wird auch im SEO zum erfolgsentscheidenden Kriterium: Inhalte müssen individuell ansprechen, strukturiert sein und optimal innerhalb der User Journey auf den verschiedenen Medien und Geräten auf den Nutzer zugeschnitten werden. Damit wird die Datenstruktur, die -transparenz und –validität zu einem wichtigen Faktor innerhalb der Suchmaschinenoptimierung. Selbst vermeintlich tote Inhalte können durch sorgfältige Analyse, qualitative Bewertung mit der richtigen Strategie „wiederbelebt“ und mit einer besseren Strategie und Planung erneut distribuiert werden.

Für ein nutzerzentiertes digitales Marketing sind Daten das ausschlaggebende Kriterium geworden. Die Online Marketing Branche wird sich daher 2016 verstärkt mit Mobile und Local Nutzern, Multi-Channel Attributionsmodellen, Programmatic Advertising und Social Media Conversion auseinander setzen.”


Chris Möller – Gründer von akquise.de:
Chris Möller akquise.de“Der Trend hin zum Online Sale setzt sich weiter fort. Sales wird sich noch mehr auf unterschiedliche Kanäle verteilen, daher ist es umso wichtiger eine individuelle Ansprache zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zu finden. Durch die Kundendaten, die online generiert werden und die Verknüpfung der Daten aus Newsletter oder CRM, erreichen wir ein Gesamtbild unserer Kunden. So können wir sie ganz individuell ansprechen und dort erreichen, wo der Kunde es braucht.

Gleichzeitig wachsen die Ansprüche der Kunden an den Content und die Werbemittel. Neuer, hochwertiger Content wird gebraucht. Hochwertig bedeutet in diesem Fall relevant. Content muss möglichst individuell die Fragen der Kunden beantworten.

Wer es schafft sich durch echten Mehrwert von seinen Wettbewerbern abzugrenzen, wird den direkten Einfluss auf seine Reichweite schnell spüren und steigende qualifizierte Leads verzeichnen.”


Heiko Höhn – Geschäftsführer der funktion5 GmbH:
Heiko Höhn Geschäftsführer der funktion5 GmbH“Das Thema schema.org – die maschinenlesbare Kennzeichnung und Strukturierung von Inhalten – ist bereits Jahre alt, aber auch im Jahr 2016 nutzen bisher nur wenige lokale Geschäfte die Möglichkeit, eine vernünftige Auszeichnung der Adressdaten und Öffnungszeiten vorzunehmen.
Der Einbau des Codes für die Adresse kostet nur wenige Minuten.
Mit dem Structured Data Testing Tool von Google ist die Prüfung schnell erledigt.”


Malte Landwehr, Produkt Marketing Manager, Searchmetrics:
Malte Landwehr, Produkt Marketing Manager, Searchmetrics“Für das Jahr 2016 sehe ich drei große Trends für SEOs.
1) Content. Im Laufe der letzten 3-5 Jahre haben alle SEOs verstanden, dass Content wichtig für gute Rankings in Suchmaschinen ist. 2016 werden sich diejenigen durchsetzen, die schlaue Systeme und Prozesse für die Kreation und Pflege ihrer Inhalte nutze. Guten Content kann jeder erstellen. Zu wissen, welche Inhalte erstellt und, eigentlich noch viel wichtiger, welche bestehenden Inhalte aktualisiert, erweitert oder gelöscht werden müssen, klappt jedoch nicht ohne die Analyse großer Datenmengen und schlaue Algorithmen. Ein großer Punkt ist die Priorisierung. Wenn ich 10.000 Ratgeber-Texte habe, kann ich nicht alle updaten. Nicht mal das Wissen, welche 100 Texte am schlechtesten sind, hilft wirklich. Was ich brauche, ist eine Liste der 100 Texte, bei denen eine Überarbeitung den größten Benefit bringen würde. Schlaue Online Marketer werden 2016 Lösungen für diese Fragestellung etablieren.
2) Mobile. „Mobile“ ist ein fast genauso ausgelutschtes Thema wie „Content“. Aber auch hier gilt, dass die Entwicklung gerade erst begonnen hat. Google AMP und Appstreaming haben das Potential die Karten in diesem Bereich vollkomme neu zu mische.
3) Alternative Suchsysteme. Wenn ich meinen Facebook Newsfeed als Bewertungsgrundlage heranziehe, dann waren Alternative Suchsysteme bereits in Q4 2015 der heißeste Trend. Aktuell ist es noch so, dass einige wenige Player in diesem Bereich schlau agieren und durch ihren First-Mover-Vorteil quasi ohne Konkurrenz dastehen und ohne viel Aufwand große Gewinne einfahren. Das wird sich 2016 ändern. Mehr Player werden für mehr Wettbewerb sorgen; mehr und mehr Beratungsangebote und Tools werden aus dem Boden sprießen um von dieser Wettbewerbssituation zu profitieren.”


Kaspar Szymanski – SearchBrothers.com:
Kaspar Szymanski- SEO-Consultant - Searchbrothers com“In der Onlinemarketing Branche ist gerade ein Wandel im Gange. On-Page ist das neue Off-Page. Backlink Altlasten werden massiv abgebaut, dabei spielt das lang erwartete und wiederholt angekündigte, große Google Penguin Update eine ganz entscheidende Rolle. Zahlreiche Online-Unternehmen wollen von ihren mühsam aufgebauten Backlink Profilen nichts mehr wissen und setzen auf Klasse statt auf Masse. Die so frei werdenden Ressourcen werden oft in On-Page Optimierung investiert. Die Server-Log Analyse, schon immer Bestandteil eines soliden SEO Audits findet mehr und mehr Beachtung. Dabei offenbaren sich oft große Wachstumsmöglichkeiten. 2016 ist das Jahr von On- und Off-Page Analysen!”


Alexander Geißenberger – Geschäftsführer der xpose360 GmbH:
Alexander Geißenberger Speaker xpose360“Der Kosmos rund um die Customer Journey wird uns die kommenden Jahre immer mehr beschäftigen – und dies kanalübergreifend und responsive. Es reicht nicht aus, an einzelnen Touchpoints Marketing-Instanzen in Form von Facebook-Seiten oder SEA–Landingpages zu platzieren um hier und da einen Ausschuss an Leads zu generieren.

Wichtig ist, im Detail zu beleuchten

      • an welchem Punkt der Customer Journey der User (Informationsbeschaffung, Preisvergleich, Kaufinteresse, etc.)
      • welches Medium (klassische Suchmaschine, Fachportale, Videoportale, E-Mail, etc.)
      • wie nutzt (Voice-Search, Tag-Search, Browsing durch Bilder-Strecken, etc.)

Es spielen alternative Suchmaschinen, Customer-Journey Tracking und vor allem die Content-Integration in das jeweilige Medium eine wichtige Rolle. Es reicht nicht aus, eine allgemeine Produktbeschreibung im eCommerce-System zur Verfügung zu stellen und diese mit Produktbild in Instagram zu posten. Eher muss der eigene Content für jedes Portal und jeden Punkt der Customer Journey separat aufbereitet und präsentiert werden – eben echter responsive Content. Positioniert man sich bereits zum Punkt der Informationsbeschaffung in der Customer Journey, generiert man bspw. wachsende Sichtbarkeit bei seiner relevanten Zielgruppe, konturiert seine Marke und erhöht die Conversion-Rate zum Zeitpunkt der Kaufbereitschaft.

Eine ausgewachsene Mehrkanal-Strategie inklusive alternativer-Trafficquellen zur maximalen Abbildung der Customer-Journey muss die Herangehensweise moderner eCommerce-Betreiber sein.“


Mark Leinemann | MR. WOM – Word of Mouth Marketing:

Mark Leinemann - Mr. WOM“In 2016 werden im Online Marketing u.a. die Themen Content, Influencer und Collaborative ihren Trend aus 2015 fortsetzen. Dabei wird der Nutzer (Konsument, Kunde) weiter in den Mittelpunkt rücken.

      • 80% der Web-Contents ist nutzergeneriert. Daher wird es in 2016 im Content Marketing zunehmend um nutzer-generierte Inhalte gehen. Das hilft Firmen bei der Contenterstellung, ist glaubwürdiger und hat zudem SEO Einfluss.
      • Im Influencer Marketing werden nicht mehr nur die Youtube- und Blogger-Stars im Fokus sein, sondern zunehmend auch der „Average Influencer“ – der Einfluss „normaler Bürger“. Dies auch, da die Anzahl der Influencer Stars endlich ist, die Nachfrage jedoch nach wie groß bleiben dürfte.

Der Trend zur Collaborative Economy bleibt bestehen und wird neben kollaborativen Geschäftsmodellen (Network-Economy) und Finanzierungen (Crowdfunding) zwischen und mit Nutzern neue Bereiche im Collaborative Marketing von Marken und Kunden erschließen – ob nun Crowdsourcing (Real Life Marktforschung), CoCreation (gemeinsame Produktentwicklung) oder Vermarktung via Word of Mouth. Markenunternehmen wie Tchibo, Nivea oder Migros, sowie der Collaborative Marketing Anbieter trnd sind hier Vorreiter.”


Christian Neubauer – CEO von url-monitor.com:
Christian Neubauer“2016 wird sicherlich wie jedes Jahr von einzelnen Hype-Themen (2014-2015: Content-Marketing, WDF*IDF,…) geprägt sein, Themen die zum 100. Mal tot sind (2000-2015: “SEO ist tot”) und dann wird es die Evergreen-Themen geben, die leider von den meisten Unternehmen immer noch nicht korrekt umgesetzt werden und eigentlich als Basis für die effiziente Umsetzung neuer “Hypethemen” dienen. Dazu zählen vor allem eine solide Seitenarchitektur mit effizienten Anpassungsmöglichkeiten, abteilungsübergreifende Abstimmungen um Synergien zu nutzen, Schaffung von Strukturen und Prozessen um Kampagnen und Änderungen effizient umsetzen zu können, Messung und Auswertung relevanter KPIs und eine Qualitätssicherung bzw. Monitoring kritischer Webseitenveränderungen.
Wir haben in den letzten Jahren viele Unternehmen gesehen, die durch Rankingeinbrüche und für Fehleranalysen bzw. Fehlerbehebungen genau so viel Budget aufgewendet haben, wie für die Weiterentwicklung bzw. Optimierung Ihrer Online-Marketing Aktivitäten. Dies steht absolut in keinem Verhältnis. Ich empfehle daher immer, nicht gleich auf jeden Trend aufzuspringen, ruhig erst einmal einen Schritt zurück zu gehen, eine gesunde und starke Basis zu schaffen, Trends zu beobachten und dann nach dem ersten Hype und den ersten Fehlern anderer Unternehmen das Thema gezielt auf die Strecke zu bringen.”


Kevin Jackowski – Online Marketing Experte:
Online Marketing Experte Kevin Jackowski“Zu den größten Herausforderungen in der Online Marketing Branche gehören 2016 meiner Meinung nach die “Strategische Vernetzung der verschiedenen Online Marketing Disziplinen auf KPI-Ebene” und die “Conversionoptimierung auf Intentionsebene”.

Da Online-Strategien mittlerweile meist von mehreren Abteilungen gleichzeitig umgesetzt werden, ist es an der Zeit, dass Unternehmen interdisziplinäre KPIs entwickeln, die zukünftig den Erfolg individuell messbar und transparent machen. Eine optimale Vernetzung der jeweiligen Disziplinen ist für viele Unternehmen heutzutage essentiell um auf dem Markt bestehen zu können, daher sollten auch die KPIs bei der Erfolgsmessung zukünftig nicht auf einzelne Disziplinen beschränkt werden, sondern interdisziplinär betrachtet werden können.

Während der erste Online Marketing Trend eher darauf abzielt die Erfolgsanalyse auf eine neue Ebene zu heben, geht der zweite Trend eher in die entgegengesetzte Richtung.
Zukünftig müssen die Intentionen und die Verhaltensweisen vor und während des eigentlichen Kaufprozesses analysiert werden, damit der User zu jedem Zeitpunkt optimal abgeholt werden kann und somit die Chancen auf eine erfolgreiche Conversion steigen. Während die Conversionoptimierung bisher meist nur den eigentlichen Kaufprozess betrachtete, wird zukünftig die Intentionsanalyse eine wichtige Rolle spielen, die Aufschluss geben soll, in welcher Stufe sich der User befindet, bevor der eigentliche Kaufprozess beginnt und welche Inhalte ihm daher angezeigt werden sollten um den Kaufprozess einzuleiten.”


Mario Porst – Leiter Marketing – engelhorn Unternehmensgruppe:
Mario Porst“Customer Centricity, Marketing Automation, Big Data, Smart Data… Ich könnte jetzt noch einige Buzzwords aufzählen, aber die kennt Ihr wahrscheinlich eh alle schon. Das Ganze geht aus meiner Sicht von der Zielgruppenansprache zu einer ZielPERSONENansprache über. Kunden erwarten eine hochpersonalisierte Ansprache, überall und jederzeit, wenn sie mit Unternehmen in Kontakt treten. So weit, so gut… nichts Neues. Dies bedeutet jedoch für die meisten gewachsenen Unternehmen technologische sowie prozessuale Veränderungen innerhalb der Organisation, die fast immer mit einem kompletten Paradigmenwechsel verbunden sind. Dafür muss eine starke Basis geschaffen werden. Daher mein Trend für 2016: „back to the roots“. Es macht keinen Sinn irgendwelchen Buzzwords nachzulaufen, wenn das Groundwork zu kurz kommt.”


Fabian Rossbacher – Gründer der SEO-Days:
Fabian Rossbacher - Gründer der Seodays“Das Thema Large-Scala SEO bleibt ein Dauerbrenner. Ich entdecke immer mehr schlaue Jungs mit tollen Websites die fast schon wie Pilze aus dem Boden schnellen. Wer jetzt immer noch nicht auf diesem Dampfer ist, verpasst was.”




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